Teil 5 - Zugelassene Dateitypen
Autor: olc, MCSEboard.de
Mittels DFS-R ist es möglich, Dateinamen, Dateierweiterungen, als auch Namen von Unterordnern abzulegender Daten durch Filter einzuschränken (siehe [2]). So ist es etwa möglich, bestimmte Ordner- oder Dateinamen zu verbieten oder Mediafiles wie „*.mp3“ oder „*.avi“ gar nicht erst zum Replizieren zuzulassen. Somit lässt sich Speicherplatz sparen und z.B. der rege Austausch von *.mp3 Dateien durch Mitarbeiter innerhalb einer Unternehmung eingrenzen.
Zu beachten ist, dass bei einem Dateiendungsfilter wirklich nur von den Dateierweiterungen beim Ausschluss ausgegangen wird, nicht etwa vom Dateityp. Das heißt für die Praxis, dass findige Anwender den Filter umgehen können, indem sie die Dateiendungen umbenennen.
Außerdem ist wichtig zu erwähnen, dass die Dateien oder Ordner nicht etwa beim Erstellen eines Filters gelöscht werden. Vielmehr werden sie von der Replikation ausgenommen, d.h. Änderungen an einem Replikat werden nicht zu den anderen Replikationsgruppenmitgliedern repliziert. Es wird ebenfalls nicht verhindert, dass die Daten abgelegt werden können.
HINWEIS: Dies ließe sich theoretisch nur mit anderen Applikationen bzw. Diensten wie dem File Server Resource Manager (FSRM) des Windows Server 2003 R2 (siehe [3]) verhindern, jedoch ist es oftmals nicht unbedingt empfehlenswert, die beiden Techniken in Verbindung zu nutzen. Hintergrund ist die Eigenschaft des FSRM, Dateien, die auf seiner Blockliste stehen, für den Zugriff zu sperren (locking). Ist dies der Fall, kann auch die DFS-R Replikation nicht mehr auf die Daten lesend zugreifen und wird immer wieder versuchen, die Datei(en) zu replizieren. Dies setzt die Gesamtperformance massiv herunter und stellt damit ein Risiko für den Einsatz von DFS-R dar.
Ein weiteres großes Problem bei FSRM ist die Möglichkeit, Quotas auf Ordner zu vergeben. Läuft ein Quota innerhalb eines DFS-R Replikationsordner voll, so bekommt der DFS-R Dienst die Meldung, daß der Speicherplatz für das verwendete Volume ausgelastet ist - es sind also alle Replikationsgruppen dieses Volumes betroffen. D.h. es werden in dieser Situation kaum noch Daten repliziert bzw. kann es zu Inkonsistenzen zwischen den Replikationspartner kommen - besondern, wenn auf den Replikationspartnern zusätzlich noch (u.U. aus Versehen) unterschiedliche Quotas gesetzt wurden. Nutzt man also trotz der genannten möglichen Probleme doch FSRM Quotas, sollten diese nach Möglichkeit "Soft-Quotas" sein und keine "Hard-Quotas".
Einstellen kann man die DFS-R Filter über die Replikationsgruppe unter dem Reiter „Replizierte Ordner“. Dort wählt man den replizierenden Ordner aus, wählt die „Eigenschaften“ und setzt dort unter dem Reiter „Allgemein“ die „Dateifilter“ oder „Unterordnerfilter“ (siehe Abb. 08).
Standardmäßig sind die Dateifilter „~*“, „*.bak“, „*.tmp“ gesetzt.
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