Teil 1 - Vorplanung
Autor: windows-server-praxis.de
Windows speichert sämtliche Einstellungen eines Benutzers in dessen Benutzerprofil. Dazu gehören einerseits Einstellungen wie z. B. die Desktop-Hintergrundfarbe, andererseits aber auch Nutzerdaten wie z. B. Eigene Dateien, Favoriten oder Cookies. In Tabelle 1 haben wir Ihnen diese Daten vollständig zusammengefasst.

Alle diese Daten liegen gewöhnlich unterhalb von „C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer“ auf dem jeweiligen lokalen PC. Stürzt der PC ab oder wechselt der Benutzer den Arbeitsplatz, gehen diese Daten häufig verloren. Die Folge: Der Benutzer muss sämtliche Einstellungen neu vornehmen und seine Daten einspielen. Ein komfortables Arbeiten an unterschiedlichen Arbeitsplätzen ist so nicht möglich.
Funktionsweise servergespeicherter Profile
Im Rahmen von servergespeicherten Profilen werden die zuvor erläuterten Profildaten zentral gespeichert. Auf einer Server-Freigabe wird bei der ersten Anmeldung ein persönlicher Unterordner angelegt. Bei jeder An- und Abmeldung an einem Computer wird das Profil nun mit dem lokalen PC synchronisiert.
In den Standardeinstellungen sind bestimmte Verzeichnisse de Profils von der Synchronisation ausgeschlossen: Der Cache des Internet Explorers (Unterverzeichnis „Anwendungsdaten\Temporary Internet Files“) und sein Verlauf sowie der Ordner „Lokale Einstellungen“ mitsamt dem Unterordner „Temp“ werden nicht auf dem Server gespeichert. Denn hier sammeln sich einfach zu schnell große Datenmengen an, die eine Synchronisation bei der An- und Abmeldung verzögern würden.
Voraussetzungen: Wann Sie servergespeicherte Profile einsetzen sollten
Den Einsatz servergespeicherter Profile sollten Sie sorgfältig planen und festlegen, für welche Nutzer lokale oder servergespeicherte Profile gelten. Servergespeicherte Profile sind vor allem dann sinnvoll, wenn Ihre Benutzer häufig den Arbeitsplatz wechseln. Dazu müssen die Arbeitsplätze aber identisch installiert sein, damit die Anwendungseinstellungen in den Profilen des Benutzers auch auf dem jeweiligen PC funktionieren.
Wenn Ihre Client-Landschaft jedoch mit heterogener Soft- und Hardware ausgestattet ist, lohnt sich der Einsatz von servergespeicherten Benutzerprofilen höchstens für ein zentrales Backup der Daten. Der Einsatz lohnt sich übrigens überhaupt nicht, wenn Ihre Benutzer z. B. über eine langsame Internetverbindung an Ihre Domäne angebunden sind. Denn dann dauert das Laden des Profils viel zu lange.
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