Replication Schedules unter Windows Server 2003Teil 2 - Intra-Site-Replication

Teil 1 - Einführung

Autor: olc, MCSEboard.de

 

Abb. 1

Schaut man sich in der „Sites and Services“ MMC automatisch generierte Connection Objects genauer an (siehe Abbildung 1), stößt man in den Eigenschaften der Verbindungen auch auf Schedules (Zeitpläne).

Grundsätzlich legen diese Schedules fest, zu welchen Zeiten und wie oft zwischen den beiden durch die Connection Objects verbundenen DCs repliziert wird. Dabei gibt es folgende Einschränkungen zu beachten:

  • Ein Connection Object stellt tatsächlich nur eine Inbound Connection dar. Daß ein Connection Object zu einem DC existiert muß also nicht zwangsläufig bedeuten, daß auch eine Replikation möglich ist (z.B. dann nicht, wenn der Replikationspartner kein Inbound Connection Object hält).
  • Bei der standortinternen Replikation, der sogenannten „Intra-Site-Replication“, gelten die Schedules nicht in der gleichen Art und Weise, wie es bei der standortübergreifenden Replikation, der sogenannten „Inter-Site-Replication“, der Fall ist. Auf dieses Verhalten wird später noch eingegangen.
  • Bei manuell erstellten Connection Objects können durch manuelles Bearbeiten der Schedules andere Werte existieren. Im Zuge dieses HowTos wird ausschließlich auf automatisch generierte Verbindungen eingegangen, nicht auf manuelle.
  • Es muß bei der Betrachtung der Schedules zwischen dem Zeitrahmen für die Replikation und dem Intervall für die Replikation strikt unterschieden werden:
    • Der Zeitrahmen für die Replikation gibt an, innerhalb welchen Zeitraumes eine Replikation möglich ist. So kann man beispielsweise festlegen, daß von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr die Replikation möglich ist, den Rest des Tages jedoch nicht.
      Möchte man außerhalb dieses Zeitrahmens eine Replikation erzwingen, so kann dies beispielsweise über „repadmin.exe“ mit dem Parameter „/force“ erzwungen werden oder über die „Standorte und Dienste“ MMC auf dem jeweiligen Connection Object „Jetzt replizieren“  (bei englischen Systemen „replicate now“) gewählt werden.
    • Das Intervall der Replikation gibt an, wie oft (in den Grenzen des Zeitrahmens) repliziert werden kann. D.h. wenn das Intervall für die Replikation 30 Minuten beträgt, kann im beispielhaft genannten Zeitraum von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr dementsprechend höchstens 20x repliziert werden. Außerhalb des Zeitrahmens findet standardmäßig keine Replikation statt.

Grundsätzlich wird der KCC unter Einbeziehung einer Vielzahl von Daten Connection Objects erstellen. Wer sich einer kleinen Einführung in die Arbeitsweise des KCC unterziehen möchte, kann dies z.B. unter [1] tun.

 

© MCSEboard.de, olc

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