RIS mit Anlegen einer 2. Partition

Autor: Wolfgang Zwanzger, MCSEboard.de

Bei einer Betriebssysteminstallation über die Remoteinstallationsdienste von Windows Server 2000 oder Windows Server 2003, wird standardmäßig die komplette Festplatte gelöscht und neu partitioniert. Dies ist im Normalfall nicht wünschenswert. Hier eine kleine Anleitung, um trotz RIS zwei Partitionen zu erhalten.
In diesem Beispiel enthält die Partition C: die Betriebssysteminstallation und die Partiton D: das Verzeichnis REMINST für die Remoteinstallationsdienste.

Als erstes muss die Datei ristndrd.sif geändert werden. (Abb. 1)

Abb. 1

Im Abschnitt Data muss folgender Eintrag gemacht werden:

Autopartition=0

Im Abschnitt Unattended der Eintrag:

OemPreinstall=Yes

Im Abschnitt Remoteinstall die Einträge:

Repartition=No
UseWholeDisk=No

Damit sind die Änderungen an der Datei ristndrd.sif beendet.

Als nächstes wird der Ordner $OEM$ angelegt. (Abb.2)

Abb. 2

In diesem Ordner wird die Datei cmdlines.txt mit folgenden Inhalt erzeugt:

[commands]
"diskpart.exe diskpart.txt"
"disk2.cmd"

Der Name disk2.cmd ist von mir willkürlich gewählt und kann natürlich anders lauten.

Es nächstes wird die Datei disk2.cmd mit folgenden Inhalt erzeugt:

@ECHO OFF
c:
ECHO Warte auf Fertigstellung der Partitionierung ...
sleep.exe 10 >nul
ECHO Formatiere erweiterte Partition (Quick - NTFS) ...
format d: /fs:ntfs /q /y
label c: System
label d: Daten
exit

Die nächste Datei heist diskpart.txt mit folgenden Inhalt:

select volume 0
assign letter=z (Anm.: kann auch ein beliebig anderer freier Buchstabe sein)
select disk 0
create partition extended
create partition logical
assign letter=d
exit

Damit das Script funktioniert, wird die Datei sleep.exe aus dem Ressourcekit benötigt. Im Ordner $OEM$ wird der Ordner $1 anglegt. In dem Ordner $1 wird der Ordner System32 angelegt. In den Ordner System32 wird die sleep.exe hineinkopiert. Die Pause ist notwendig, da der zweite Befehl bereits aufgerufen wird, bevor der erste noch abgearbeitet wurde.

Download:  Windows Server 2003 Ressource Kit Tools

Der Ordner $OEM$ sollte nun wie folgt aussehen. (Abb. 3)

Abb. 3

Damit der Server die vorgenommenen Änderungen übernimmt, wird muss zum Abschluss der Dienst binlsvc neu gestartet werden.

In der Eingabeaufforderung:

net stop binlsvc
net start binlsvc

Jetzt kann der Client über die Netzwerkkarte (PXE) gebootet werden. Die folgenden Bildschirmausgaben abarbeiten, bis man zur Auswahl der Partition kommt, auf der Windows installiert werden soll. Hier müssen alle Partitionen gelöscht werden und eine neue Partition C: angelegt werden.
Auf keinen Fall eine Partition D: anlegen, denn die wird mit dem Script kurz vor Ende der Windowsinstallation (wenn der Counter auf ca. 10 bis 12 Minuten steht) automatisch angelegt und formatiert.
Das CD-Rom bekommt den Buchstaben Z: zugewiesen.

©MCSEBoard.de, Wolfgang Zwanzger